360 ° Panorama Kino
Einmaliges Natur- und Gipfelerlebnis aus unterschiedlichen Perspektiven
Vom Gipfel, aus einer Gletscherspalte, im Wildbach und schwebend aus dem Rauriser Urwald - hier erleben Sie die Vielfalt der Hohen Tauern.
Um interessierten Gästen der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern Einblicke in den einzigartigen und unzugänglichen Lebensraum des Nationalparks zu gewähren, wurde der 360-Grad-Panoramafilm im Nationalparkzentrum im Herbst 2025 erweitert: Besucher unternehmen erstmals eine beeindruckende, gut 10-minütige Filmreise ins „Wildnisgebiet Sulzbachtäler“. Über einen Zeitraum von zwei Jahren war die Filmcrew im Wildnisgebiet unterwegs, zumeist im Sommer. Allein die Aufnahmen im Inneren des Gletschers wurden aus Sicherheitsgründen im Winter gedreht. Über hundert Kilo war die Ausrüstung schwer, die von der Crew selbst transportiert wurde: Von der 360-Grad-Kamera über Monitore, Drohne und Akkus, die in Höhenlagen besonders schnell Energie verlieren. Ergebnis der aufwändigen Dreharbeiten ist ein faszinierender Film, bei der Zuschauer völlig neue Einblicke erhalten und vor Augen geführt bekommen, wie sich die Landschaft innerhalb des Tales verändert. Der klimabedingte Rückzug der Gletscher etwa gibt Land frei, das bisher noch nie von Menschen betreten wurde.
Neun Projektoren ermöglichen dieses eindrucksvolle Film- und Tonerlebnis auf der über 50 Meter langen Leinwand. Ein umfassendes Erlebnis, das Sie in die atemberaubende Schönheit der alpinen Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern eintauchen lässt.
Das Making of
Die Medientechnik wurde von den Grazer Firmen Science Vision und Pro Media gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Die Recherchen für die Entwicklung dieses Projektes führten die Verantwortlichen bis nach Hamburg und Los Angeles.
Die große Herausforderung dabei war, sowohl die Filmaufnahmen in der 360° Perspektive zu erfassen, als diese dann auch in gleicher Qualität im Panoramadom auf der Leinwand als Film zu präsentieren, so der Geschäftsführer von Science Vision, Dr. Michael Schlamberger.
Bei der Gründung der "360 Grad Nationalparkwelt" gab es weltweit kein vergleichbares Projekt. Daher mussten eigens Aufnahmegeräte mit zwölf Kameras auf einem Ring angefertigt werden, mit denen die Filmaufnahmen draußen in der Natur eingefangen und umgesetzt werden konnten, so Schlamberger weiter. Dieses neu entwickelte und für Menschen tragbare System ermöglichte einen flexiblen Einsatz in der Natur, ohne zusätzliche Transport-Hilfsmittel. Dr. Schlamberger und sein Team freuten sich über die ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Dreharbeiten, dessen Ergebnis zu einem großen Erfolg wurde.